Wir über uns…
Seit 1988 lebt eine kleine Mönchsgemeinschaft von Benediktinern der Abtei Königsmünster in der Voßstrasse 36. Wir sind Missions-Benediktinern und gehören zur Kongregation von St. Ottilien. Der Bischof von Hildesheim, Josef Homeyer, gab den Anstoß für diese Gründung.
Die Cella Sankt Benedikt ist Experiment eines Stadtklosters. Die räumliche Gestaltung orientiert sich trotz urbaner Architekturformen an den klassisch klösterlichen Lebensformen. So gliedert sich die Cella in drei räumlichen Schritten. Im Atrium, dem Ankommensbereich im Erdgeschoss finden sich Empfang und Begegnung, ein bescheidener sakraler Kapellenraum und der Klostergarten. Im zweiten Schritt, eine Etage darüber, ist die Trias von Refektorium (Speiseraum), Bibliothek und Rekreation (Erholung). Im hinteren Bereich liegt das Claustrum, der persönliche Lebensbereich der Brüder.
„Das Kloster soll womöglich so angelegt sein, dass sich alles Notwendige innerhalb der Klostermauern befindet, nämlich Wasser, Mühle, Garten und die verschiedenen Werkstätten, in denen gearbeitet wird“, so beschreibt die Regel Benedikts den Schwellenvorgang zwischen Innen und Außen. Als Stadtkloster gelten hier eher osmotische Strukturen, die Übergänge ermöglichen. Die Pforte der Cella birgt zwei Türen. Während die rechte Tür sich öffnet zum klösterlichen Bereich, öffnet der linke Eingang für andere Hausbewohner und zu den professionellen Arbeitsbereich der Brüder im zweiten Stock. Dort findet sich eine Praxis für Supervision und Beratung sowie eine Praxis für Stimm-, Sprech- und Atemtherapie, Aufgaben der Brüder, die sich im Laufe der urbanen Inkulturation entwickelt haben.
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